WER WIR SIND & WAS WIR WOLLEN

Wir sind Sozialisten. Das heißt, dass wir den Kapitalismus und all seine Institutionen durch eine Revolution zerschlagen wollen, um eine klassenlose Gesellschaft aufzubauen. Wir als sozialistische Basisgruppe sind ein Teil dieses Kampfes.

Grundlagenpapier

  • Banner-webside-berlin

Vernichtender Schlag gegen Kögida – Köln steht auf gegen rechts!

Written by Rote Aktion on . Posted in Antifaschismus, Köln

Es war ein wahrliches Schauspiel, das wir gestern in Köln beobachten konnten. Man hatte das Gefühl, halb Köln sei auf die Straße gegangen, um in vielerlei Protestformen deutlich zu machen: Wir wollen nicht, dass Kögida auch nur einen Meter läuft.

1420483137242.cleaned  Dafür gab es eine Großkundgebung auf dem Platz am LVR-Turm, aber auch diverse im Bündnis „Köln gegen rechts“ geplante Blockadeaktionen, die zunächst gemeinsam den Durchbruch zur Fußgängerbrücke an der Deutzer Freiheit bewältigten, um sich dann am Rand der Nazi-Route zu platzieren. Darunter fand sich nicht nur das gewöhnliche Bild einer schwarz gekleideten Antifa – unter den Entschlossenen, die den Plan hatten, die Nazi-Route zu besetzen, fanden sich auch ältere und wesentlich jüngere Menschen, die sich nicht damit begnügen wollten, daneben zu stehen. Umringt wurde der ganze Schauplatz von mehreren tausend bunt gemischte Menschen, die lautstark ihrem Protest Luft machten. Die sichtlich überforderten Polizei-Kräfte holten sich die Hunde- und Reiterstaffel zur Hilfe und knüppelten und pfefferten selbst fröhlich beim Durchbruchversuch und auch danach auf die Demonstranten ein – auch 2015 hat sich darin nichts geändert. Später heißt es dann, „100 schwarz gekleidete Personen“ hätten die Kögida-Kundgebung stürmen wollen. Unsinn – wir wollten ihnen das geben, was sie verdienen – keinen Meter. Lächerlich machte sich die Kundgebung um Sebsastian Nobile und Melanie Dittmer schon selbst mit ihrer Rede um die angeblich aufdringlichen Moslems, die jeden zu ihrem Glauben bekehren wollen.

IMG-20150106-WA0015.cleanedAls dann gegen 19.00 Uhr langsam durchsickerte und sich bald darauf bestätigte, nämlich die Absage des Kögida-Marsches über die Deutzer Brücke, brach vielerorts unter den Gegendemonstranten ein Freudentaumel aus. Kurzerhand beschlossen die Menschen, die sich nun von der Fußgängerbrücke endlich auf die Straße gesellten: Wir laufen die Route der Nazis und zeigen, wofür wir stehen: Nämlich für eine Stadt, die offen ist für Besucher, die aus ihren Ländern wegen Krieg oder Hunger vertrieben wurden und die hier ein Zuhause suchen, für eine Stadt, in der Rassismus keinen Platz hat. Der Demozug aus beiden Bündnissen zog über die Brücke zum Roncalliplatz, den er ganz ausfüllte – Tausende von Menschen standen am noch immer verdunkelten Dom und fielen sich in die Arme, klopften sich gegenseitig auf die Schulter – nach dem Schrecken, den uns die HoGeSa-Randale im Oktober versetzt hat, ist ein gelungener Tag wie dieser etwas, das uns neuen Mut gibt und uns zeigt: Antifaschismus kann und muss überall und immer stattfinden.

Wir werden nicht aufhören, Nazis als das zu zeigen, was sie sind: Nazis; welchen Deckmantel sie sich auch immer anziehen wollen.

Trackback from your site.

Startups