WER WIR SIND & WAS WIR WOLLEN

Wir sind Sozialisten. Das heißt, dass wir den Kapitalismus und all seine Institutionen durch eine Revolution zerschlagen wollen, um eine klassenlose Gesellschaft aufzubauen. Wir als sozialistische Basisgruppe sind ein Teil dieses Kampfes.

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Rückblick auf das „Sounds for Refugees“ Konzert

Written by Rote Aktion Koeln on . Posted in Uncategorized

Fast ein Monat sind seit der Veranstaltung vergangen, Zeit also schnellstens mal ein Resümee zu ziehen. Eins vorweg: Wir sind zufrieden, sehr sogar!

Viele Menschen besuchten am 27.Februar das Café Hoppla um mit uns gemeinsam zu diskutieren, zu feiern und neue Kontakte zu interessanten Menschen zu knüpfen. Wochen vorher hatten wir damit begonnen für Sounds for RefugeesWerbung zu machen. Es wurde geflyert, Menschen in der Bahn oder einfach auf der Straße angesprochen. Knapp 10.000 Flyer fuhren in den Straßenbahnen durch die Stadt, lagen in Kiosken und Bars aus oder landeten in Briefkäsen und Taschen. Die Resonanz war durchweg positiv und das zeigte sich ab dem Moment, in dem um 19:00 die Pforten geöffnet wurden und nur Minuten später der Laden gut gefüllt war. Besonders zufrieden machte uns, dass es vor allem Geflüchtete aus Unterkünften in Kalk und auch aus Bergisch Gladbach waren, die den Abend nutzten um raus aus ihren Unterkünften zu kommen um einfach mal Spaß zu haben. Einen Abend an dem sie mal nicht dem Horror einer Massenunterkunft mit ihrem grellem Licht, den lauten Geräuschen, bestialischen Gerüchen und dem andauernden Stress ausgesetzt sind. Natürlich ist uns bewusst, dass es nur ein paar Stunden waren und wir mit der Veranstaltung nicht in der Lage waren und sind maßgeblich etwas an den Lebensverhältnissen der Geflüchteten zu ändern. Dennoch haben wir durchweg glückliche Gesichter gesehen und allein deswegen ist die Veranstaltung schon positiv zu bewerten.

Los gings mit einem inhaltlichen Teil, in dem Geflüchtete von Fluchtursachen, ihrem Leben in Deutschland und den Möglichkeiten einer fortschrittlichen Flüchtlingsbewegung sprachen.

Nach den Vorträgen gings dann in den Konzert-Teil. Vorneweg müssen wir uns an dieser Stelle für unsere technischen Probleme entschuldigen, durch die sich die Auftritte der Künstler nach hinten verschoben, die der guten Stimmung an diesem Abend allerdings keinen Abbruch taten. Denn irgendwann hatten die Boxen genug geächzt, das Mikro genug gestreikt und es gab endlich feinsten Hip Hop und Dancehall auf die Ohren. Auf der Bühne standen Living Stone aus dem Ruhrgebiet, Konta aus Berlin und MC Intifada ebenfalls aus dem Pott, die dafür sorgten, dass die Stimmung an diesem Abend konstant super blieb. Es wurde gelacht, auf Couchen und Stühlen getanzt und viele neue Kontakte für die Zukunft geknüpft.

Trotz all der positiven Aspekte blicken wir allerdings auch kritisch auf einen negativen Aspekt der Veranstaltung zurück, den wir an dieser Stelle nicht verschweigen wollen. Generell gilt bei unseren Veranstaltungen: Ein Bier und auch zwei oder drei sind vollkommen in Ordnung, solang sich der oder diejenige anständig verhält. Besäufnisse mit hartem Schnaps und den Konsum von Drogen lehnen wir aber generell ab. Wer auf der Suche nach einem Ort ist, um sich mal so richtig abzuschießen ist bei uns falsch und sollte sein Glück ein paar Kilometer weiter auf den Ringen versuchen oder es im Zweifel einfach ganz bleiben lassen. An diesem Abend war es allerdings einer der Künstler, namentlich MC Intifada, der mitsamt einigen Freunden im Schlepptau deutlich über die Stränge schlug und ein Verhalten an den Tag legte, das eine weitere Zusammenarbeit für uns mit dem Künstler für die Zukunft ausschließt. Dass wir, um keine Eskalation auf der Veranstaltung hervorzurufen, nicht dazu in der Lage waren, diese Leute aus dem Hoppla zu entfernen, bewerten wir sehr kritisch und geloben Besserung für die Zukunft. Wir entschuldigen uns ausdrücklich bei allen Menschen die sich aufgrund dieser Personengruppe unwohl gefühlt haben und hoffen euch dennoch auch in Zukunft bei Veranstaltungen antreffen zu können.

Trotzdem sind wir alles in allem mit dem Abend sehr zufrieden. Wir hatten die Möglichkeit neue, interessante Menschen kennenzulernen, haben viel für die Zukunft gelernt und in zahlreiche lachende Gesichter geblickt. Dennoch kann so eine Veranstaltung nur der Anfang für eine stärkere Vernetzung und eine kontinuierliche Arbeit mit und für die Geflüchteten in dieser Stadt und überall in Deutschland sein.

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