WER WIR SIND & WAS WIR WOLLEN

Wir sind Sozialisten. Das heißt, dass wir den Kapitalismus und all seine Institutionen durch eine Revolution zerschlagen wollen, um eine klassenlose Gesellschaft aufzubauen. Wir als sozialistische Basisgruppe sind ein Teil dieses Kampfes.

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ROTFRONT GEGRÜNDET!

Written by Rote Aktion on . Posted in Uncategorized

Wir sind Jugendliche, junge Erwachsene, ArbeiterInnen, Angestellte und Hausfrauen aus dem Viertel. Wir wissen, dass jede und jeder von uns viele Probleme hat.

Als Jugendliche sitzen wir unsere Zeit in der Schule ab, und hoffen, dass wir da durch kommen. Uns wird gesagt, dass wir es zu eh nichts bringen werden und keine Perspektive haben, außer wenn wir besser sind als unsere MitschülerInnen;

Wir haben mit Glück einen der wenigen Ausbildungsplätze erwischt und werden dort tagtäglich ausgebeutet. Wir arbeiten dort oftmals die gleiche Arbeit wie die ausgelernten KollegInnen und kriegen einen mickrigen Lohn.Oder wir müssen nach der Schule erst jahrelang unbezahlte Praktika machen. Uns wird gesagt „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ und dass wir die scheiß Arbeitsbedingungen, den mickrigen Lohn und die Schikanen von unserem Chef eben ertragen müssen;

Auch nach der Ausbildung sieht’s für die meisten nicht gut aus: wer übernommen wird, muss für den Chef immer „flexibler“ sein, also einspringen, wann es ihm passt. Wir müssen weiterhin für einen Lohn arbeiten, der oft nicht zu einem ordentlichen Leben reicht, zu Arbeitsbedingungen, die uns körperlich und geistig krank machen, bis wir 67 sind. Unsere Familien gehen kaputt am Arbeits – und Schulstress, den alle haben.

Viele bleiben dabei auf der Strecke und haben keine Arbeit. Uns wird gesagt, dass wir daran selbst Schuld sind, und dass wir uns eben mehr anstrengen müssen und zu den vorgegebenen Bedingungen ausbeuten lassen müssen. Wenn wir trotz aller Anstrengung nichts haben, werden wir vom Arbeitsamt in irgendwelche sinnlosen Maßnahmen gesteckt.

Wir hängen oft auf der Straße rum und wissen nichts mit uns anzufangen, weil für die Jugend, für Sport und Kultur zu wenig Geld von der Stadt kommt. Uns wird gesagt, dass eben kein Geld da ist, und wir sehen müssen, wo wir bleiben. Gleichzeitig wird von der schlimmen „Jugend von heute“ geredet, die den ganzen Tag auf der Straße rumhängt.

Wir sehen die anhaltende Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen und Mädchen in Deutschland. Als Frauen und Mädchen haben wir schlechtere Aussichten im Berufsleben, sind öfter von (sexualisierter) Gewalt und vielen psychischen Krankheiten betroffen und leisten meistens doppelte Arbeit: wir verdienen Geld in irgendeinem oft prekären Beruf und schmeißen „das bisschen Haushalt und Kindererziehung“. Besonders alleinerziehende Mütter sind dadurch sehr viel Stress ausgesetzt und sind irgendwann ausgebrannt.

Wir sehen jeden Tag Rassismus, Faschismus. Uns wird gesagt, dass die Grenzen zwischen den Nationen, den Kulturen oder zwischen Mann und Frau verlaufen, und dass wir unterschiedliche Interessen haben. Wir sollen gegeneinander ausgespielt werden, anstatt gemeinsam gegen die Ungerechtigkeit in dieser Welt zu kämpfen. Wir sollen glauben, dass wir mit dem deutschen Boss, der jedes Wochenende auf seiner Luxusyacht Urlaub macht und den besten Champagner trinkt, mehr gemeinsam haben als mit den KollegInnen, die vielleicht aus der Türkei oder aus Italien kommen, und genauso leben wie wir. Wir sollen Deutschland feiern, und mit nationalem Taumel ruhig gestellt werden, damit sich niemand erhebt gegen die Ungerechtigkeiten.

Wir sind ohne Zukunftsperspektive und frustriert. Viele verzweifeln, und lassen ihre Wut und ihren Frust an sich selber oder anderen raus. Wir werden depressiv oder schlagen und gegenseitig die Köpfe ein, anstatt gegen unsere Probleme etwas zu unternehmen.

All diese Dinge sind keine Kleinigkeiten und auch nicht unsere Schuld. Unsere Probleme sind Teil des Kapitalismus, in dem wir leben. Eine kleine Minderheit von Menschen besitzt die wichtigen Unternehmen und Konzerne, und damit die Macht über die große Mehrheit der Menschen. Sie bestimmen darüber, ob und wie wir arbeiten; sie bestimmen darüber, wofür der Staat Geld ausgibt und welche Verbrechen verfolgt werden; sie bestimmen darüber, welche Meinung in den Medien gezeigt werden.

Wir sind die arbeitende, lernende und studierende Jugend. Wir sind die Erwachsene, die Tag für Tag den Reichtum dieser Gesellschaft schaffen. Wir sind viele, und wir wissen, dass wir etwas ändern müssen. Wir wollen uns nicht spalten und gegeneinander aufhetzen lassen, sondern gemeinsam kämpfen gegen Ausbeutung, Unterdrückung, Rassismus, Faschismus und Frauenfeindlichkeit.

Unsere Zukunft ist eine gerechte Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, in der die Mehrheit der Menschen über die Gestaltung der Gesellschaft bestimmt: der Sozialismus.

Dieses Ziel können wir nur erreichen, wenn wir gemeinsam kämpfen gegen die Unterdrücker und Herrschenden. Und weil sie ihre Macht nicht freiwillig abgeben werden, müssen wir sie ihnen wegnehmen. Wir müssen die gesamte Gesellschaft umgestalten, um zu unserem Ziel zu kommen. Dieses Ziel ist näher, als wir glauben. Mit jedem kleinen Kampf um Verbesserungen in unserem täglichen Leben kommen wir der solidarischen Gesellschaft ein Stück näher. Der Kampf für den Sozialismus beginnt heute und nicht erst in einer fernen Zukunft.

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