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No TddZ Dortmund – Es gibt kein Recht auf Nazi Propaganda

Written by Rote Aktion Koeln on . Posted in Antifaschismus, Antirepression

Rund 2.500 antifaschistische Demonstrantinnen und Demonstranten stellten sich am Samstag mutig und entschlossen den Nazis und ihrer Demonstration entgegen.

tddz2Der von verschiedenen antifaschistischen Gruppen organisierte NRW-Finger traf gegen 11 Uhr am S-Bahnhof Dorstfeld ein und entschied sich, dort auch zu bleiben um diesen Teil der Anreiseroute für die Faschisten an diesem Tag dicht zu machen. Dies gelang, der Bahnhof blieb dicht und die Blockade konnte für einige Stunden, trotz verschiedenster Angriffe der Cops, gehalten werden. Dass man dort bereits sein Ziel erreicht hatte und deswegen keine große Anstalten machte die Bullen ins Schwitzen zu bringen interessierte die eingesetzte Hundertschaft nicht wirklich. Trotzdem kesselte man knapp 6 Stunden, verwehrte Klogänge und ging mit teils massiver Gewalt gegen die TeilnehmerInnen der Blockade vor. Oben drauf gab’s eine Reihe Anzeigen samt erkennungsdienstlicher Maßnahme für die gesamte Blockade. Warum auch am Samstag wieder reihenweise Menschen nach den ersten Drohungen der Cops folge leisteten und die Blockade freiwillig verließen, bleibt wie so oft ein Rätsel. Wer am Tag einer der größten faschistischen Aufmärsche des Jahres nicht einmal die Bereitschaft besitzt den Faschos eine Ordnungswidrigkeit entgegen zu setzen und auch weiterhin denkt, dass es sinnvoller ist den Bullen als den eigenen GenossInnen zu vertrauen, sollte in einer ruhigen Minute vielleicht mal kritisch in sich gehen.

Kreativer Protest unerwünscht...

Kreativer Protest unerwünscht

Auch an anderen Stellen schafften es verschiedene Gruppen AntifaschistInnen in den an diesem Tag von der Polizei hermetisch abgeriegelten Bereich, brachten ein bisschen Dynamik in den Tag und sorgten zumindest für einige Verzögerungen für die Faschos. Die Polizei, welche mit rund 4000 PolizistInnen im Einsatz war, kesselte immer wieder willkürlich Gruppen von linken DemonstrantInnen und ging mit entschlossener Gewalt gegen sie vor. Dabei gab’s das volle Repertoire der bundesweit rangekarrten Ordnungshüter zu bestaunen: Massiver Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray, Hunde- und Reiterstaffeln und das völlig willkürliche Einkesseln von riesigen Personengruppen bis spät in den Abend hinein. Außerdem übernahm die Polizei die Kontrolle über den ÖPNV und sorgte für weitgehendes Erliegen des Verkehrs in Teilen Dortmunds. Sie schränkte die Bewegungsfreiheit etlicher Dortmunderinnen und Dortmunder erheblich ein. Viele Gegendemonstrantinnen und -demonstranten erlitten am Samstag leichte Verletzungen. Die Demosanis berichten von 150 Augenspülungen, zehn Prellungen durch Tonfaschläge, und einem Verdacht auf Armbruch. Von mindestens 300 DemonstrantInnen wurden die Ide

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Kreativer Protest unerwünscht Teil 2

ntitäten aufgenommen und es gab ordentlich Anzeigen. Der Ermittlungsausschuss berichtet unterdessen von nur 16 Ingewahrsamnahmen — ein deutliches Indiz dafür, dass die massive Gewalt der Cops in keinerlei Verhältnis zu den Protesten stand.
Weitere 2.500 DemonstrantInnen schlossen sich zudem dem DGB an, der mit rein symbolischem Protest einmal mehr seine historisch marginale Bedeutung demonstrierte.
5000 GegendemonstrantInnen standen demnach rund 900 Faschisten gegenüber, die ihre Demo wie geplant durchziehen konnten. Von diesem Tag also als Erfolg zu sprechen ist mit Sicherheit falsch. Faschos hatten die Möglichkeit ihre abartige Hetze auf die Straße zu tragen und konnten nicht abschließend daran gehindert, sondern lediglich dabei gestört werden. Dennoch gilt es an den Tag anzuknüpfen. Tausende bewiesen am Samstag einiges an Durchhaltevermögen und Widerstandsfähigkeit.

Abfall in Dortmund

Abfall in Dortmund

Gegen 18:00 war dann der Aufmarsch der Faschisten dann endlich vorbei und sie wurden zum Bahnhof geleitet. Viele der AntifaschistInnen waren durch die Polizei noch
gezwungen noch mehrere Stunden in Dortmund in Kesseln zu verbringen. Dann wurde man von der Beweissicherungs – und Festnahmeeinheit zum Bahnhof begleitet und weil das noch nicht genug war wurde die Bahnabfahrt noch um eine Stunde verzögert da die Polizei in den Zügen noch Ermittlungsarbeit leisten musste. Gegen 10 Uhr sind auch die letzten Züge abgefahren, zu diesem Zeitpunkt waren immer noch AntifaschistInnen in der Gefangenensammelstelle.
Unter den Verantwortlichen für diesen massiven Bulleneinsatz hat Dortmund gestern einmal mehr den zweifelhaften Ruhm erworben, der präferierte Austragungsort für Nazidemos zu sein.

Blockade in Dortmund

Es gibt zumindest in NRW keinen vergleichbaren Ort, an den die Faschos dermaßen gerne zurückkehren und in dem man als AntifaschistIn dermaßen drangsaliert wird. Wir werden trotzdem immer wieder kommen und mit allen Mitteln gegen eine Naziszene kämpfen, die im Schutze der Polizei blühen und gedeihen kann.
Staat und Nazis Hand in Hand. Aber egal ob mit Repression, Schlagstock oder Pfefferspray unsere Meinung bleibt: „ Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“!

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