WER WIR SIND & WAS WIR WOLLEN

Wir sind Sozialisten. Das heißt, dass wir den Kapitalismus und all seine Institutionen durch eine Revolution zerschlagen wollen, um eine klassenlose Gesellschaft aufzubauen. Wir als sozialistische Basisgruppe sind ein Teil dieses Kampfes.

Grundlagenpapier

  • Banner-webside-berlin

Kämpferische Vorabend-Demonstration durch Köln-Mülheim

Written by Rote Aktion Koeln on . Posted in Antifaschismus, Antikapitalismus, Internationale Solidarität, Köln

Kämpferische Vorabend-Demonstration durch Köln-Mülheim: Am Vorabend des 1.Mai beteiligten wir uns an der gemeinsamen revolutionären Vorabend-Demonstration verschiedener kommunistischer, revolutionärer und antifaschistischer Organisationen aus NRW.

Seit mehreren Jahren etabliert sich nun diese Tradition vor dem 1.Mai, einen klassenkämpferischen und internationalistischen Ausdruck auf die Straßen des Arbeiter- und Migrantenstadtteils Mülheim zu tragen. Auch in diesem Jahr konnten wir mit vielen Genossinnen und Genossen durch die Straßen ziehen und hörten Reden zu verschiedenen Themen wie revolutionärer Antifaschismus, Internationalismus, Umweltkämpfe, kommunistische Organisation und G20. Der rote, klassenkämpferische und internationalistische Ausdruck wurde durch viele rote Fahnen und laute Parolen zum Ausdruck gebracht. Auch in diesem Jahr konnten wir wieder sehen, dass sich die Menschen in dem Stadtteil für die Themen der Demonstration interessierten, offen für Diskussionen am Rande der Demonstration waren und die antifaschistischen und internationalistischen Parolen mit Zustimmung kommentierten. Wir werden auch weiterhin einen roten 1.Mai in Köln und NRW organisieren und die Interessen unserer Klasse auf die Straße tragen.

An dieser Stelle dokumentieren wir die von uns auf der Demonstration gehaltene Rede zu G20:

Am 7. und 8. Juli wird Hamburg zum Schauplatz der Weltpolitik. Die Vertreter der 20 wirtschaftlich und politisch relevantesten Nationen dieser Welt kommen zusammen und beratschlagen darüber, wie die Zukunft dieser Welt – also auch unsere Zukunft – aussehen soll. Zu diesen Ländern zähln z.B. die USA, Deutschland, Frankreich, Russland, China, Indien und die Türkei. Die vermeintlichen Volksvertreter dort sind u.a. Trump, Merkel, Putin und Erdogan.

Was ist dieses Treffen? Was passiert da oben in der „großen Politik“? Nach außen wird uns ein Bild von Frieden und Wohltätigkeit vermittelt. Merkel sagt, es soll um die Lage der Frauen gehen, um die Weltgesundheit und die Lösung internationaler Konflikte. Die Welt wird super und die Interessen der gesamten Weltbevölkerung werden vertreten. Das alles sind Lügen und Demagogie, auf die wir nicht reinfallen dürfen. Blicken wir lieber hinter die Kulissen. In einem Treffen, in dem die Repräsentanten der mächtigsten und herrschenden Länder dieses Weltsystems, welches wir Imperialismus nennen, zusammen kommen, wird es weder um die Interessen der arbeitenden und werktätigen Bevölkerung gehen, noch um die Interessen der schwachen und unterdrückten Nationen.

Mit ihrem Theater wollen sie verschleiern, wie es hier auf der Welt wirklich läuft. Sie wollen verschleiern, dass es Herrscher und Beherrschte gibt, dass es Ausbeutung der Arbeiter und Werktätigen auf der ganzen Welt gibt, dass die herrschenden Klassen nur nach ihren Interessen nach Profitsteigerung auf dem Rücken der Arbeiter und Werktätigen streben, und dass das alles kein Einzelfall von Gier und Wahnsinn ist, sondern System hat.

Was ist also das Treffen der G20? Die Repräsentanten der wirtschaftlich und politisch herrschenden Klassen der 20 relevantesten Nationen dieser Welt treffen sich mit ihren unterschiedlichen und gegensätzlichen nationalen Interessen nach mehr Macht und Größe und loten die Zukunft dieser Welt aus. Dabei kommt es unvermeidlich zu Kämpfen und zu Krieg. Was sie eint ist ihr Wunsch nach Aufrechterhaltung dieses imperialistischen Weltsystems, das auf Ausbeutung und Unterdrückung beruht, also die Schaffung von möglichst guten Möglichkeiten der Profitsteigerung und Krisenabwälzung auf dem Rücken der ausgebeuteten Klassen und die Verhinderung und Niederschlagung jeglichen Widerstandes dagegen, der immer und immer wieder aufflammt. Die G20 stehen für Ausbeutung, Unterdrückung, Krieg und Mord, unsere Interessen und Bedürfnisse sind ihnen nicht nur egal, sie müssen auch systematisch gegen sie arbeiten. Die Interessen der Herrschenden und unsere Interessen als Arbeiter, Werktätige, kleine Geschäftsleute, Schüler und Studenten sind unvereinbar.

Was bedeutet es nun, wenn die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Länder mit ihrem Delegiertenanhang mitten nach Hamburg wollen, eine der größten und lebhaftesten Städte in Deutschland? In den letzten Jahren wurden solcherlei Treffen und Gipfel in abgelegenen und geschützten Gebieten abgehalten, wie die G7-Gipfel 2008 in Heiligendamm und 2016 in Elmau. Abgeschottet und geschützt wieso und vor wem? Diese Gipfel der Herrschenden werden immer und überall begleitet von massenhaftem Protest, der weit über radikale linke Kräfte hinaus geht und er hat das Potential, noch viel mächtiger zu werden. Die Herrscher dieser Welt müssen vor ihrer eigenen Bevölkerung geschützt werden und fliehen auf Berge und hinter NATO-Stacheldraht. Aber um ihr Schmierentheater aufrecht zu erhalten, können sie sich nicht ewig verstecken. Also wird kurzerhand die Hamburger Messe zum Tagungsort der G20 und ganz Hamburg vom deutschen Staat, der die herrschende Klasse stützt, in ein Bürgerkriegsgebiet verwandelt. Jetzt verstecken sie sich zwar nicht mehr auf Bergen, aber dafür hinter Sicherheitszonen, tausenden Polizisten mit neuesten Waffen und massiver polizeilicher und geheimdienstlicher Überwachung von allem, was Protest organisiert und sich daran beteiligt. Sie wissen, dass ihr System auf Sand gebaut ist und auf der Untertänigkeit der Beherrschten beruht, und dass effektiver Widerstand erstickt und isoliert werden muss, bevor er breite Bevölkerungsteile erreichen und ihre Demagogie entlarven kann. Sie haben Angst davor, dass die Beherrschten erkennen, dass ihre Situation nicht alternativlos ist, dass der Kapitalismus trotz aller Versprechungen der Herrschenden nicht abwählbar oder reformierbar ist, sondern dass es möglich ist, als Arbeiter und Werktätige die politische und wirtschaftliche Macht in den Händen zu halten, dass wir den Sozialismus erkämpfen können. Und genau das wird jetzt unsere Aufgabe sein. Die Krisen und Unsicherheiten spitzen sich in den letzten Jahren massiv zu. Hunderttausende Menschen sterben an Hunger und heilbaren Krankheiten, werden aus ihren Wohnungen zwangsgeräumt, müssen aus ihren Ländern fliehen vor Krieg und Gewalt und sterben an Europas Außengrenzen. Hunderttausende Menschen sind arm trotz Lohnarbeit, müssen sich mit fast nichts zufrieden geben, werden rassistisch oder sexistisch unterdrückt, sind arbeitslos und werden ausgeschlossen. Die Interessen all dieser Menschen in jedem Land auf der Welt sind gleich – wir wollen ein sicheres, normales und gutes Leben führen. Ja, es kann dieses Leben geben, ein Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung, in dem wir als beherrschte Klassen unsere Geschicke in unsere eigenen Hände nehmen und ihr Weltsystem zum Teufel jagen. Aber dieses Leben wird uns nicht geschenkt. Wir müssen dafür die vermeintlichen Grenzen, die uns als Klasse trennen sollen wie unser Geschlecht, unsere Herkunft oder Religion überwinden und gemeinsam für ein gutes Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen – dieses Leben ist für uns letztlich die klassenlose Gesellschaft, der Kommunismus. Und es gibt diese Kämpfe auf der ganzen Welt, immer wieder; ob in den USA, in Chile, Bangladesch und Griechenland, in der Türkei, in Indien und Frankreich, überall erheben sich die Unterdrückten und kämpfen.

Wir als Revolutionäre und Kommunisten in Deutschland werden mit zehntausenden Menschen die Kämpfe der Unterdrückten dieser Welt und unsere prinzipielle Feindschaft zu diesem System am 7. und 8. Juli nach Hamburg tragen. Wir werden uns als revolutionäre Bewegung in Deutschland zusammen schließen und gemeinsam kämpfen. Wir werden dies trotz der vom Staat angekündigten Repression tun und uns unseren Protest nicht diktieren lassen. Unser Leitgedanke dabei ist, dass dort eine Klasse gegen die andere kämpft und wir als ausgebeutete Klasse nichts mehr von diesem System und ihren Vertretern zu erwarten haben – im Gegenteil! Wir haben eine ganze Welt zu gewinnen und die klassenlose Gesellschaft zu erkämpfen! Also, wir sehen uns auf der Straße in Hamburg! Hoch die internationale Solidarität!

Trackback from your site.

Startups