WER WIR SIND & WAS WIR WOLLEN

Wir sind Sozialisten. Das heißt, dass wir den Kapitalismus und all seine Institutionen durch eine Revolution zerschlagen wollen, um eine klassenlose Gesellschaft aufzubauen. Wir als sozialistische Basisgruppe sind ein Teil dieses Kampfes.

Grundlagenpapier

  • Banner-webside-berlin

Hogesa 3.0 – Pro NRW spielt Tarnung für militante Nazi-Szene

Written by Rote Aktion Koeln on . Posted in Uncategorized

Spontan meldete die mittlerweile völlig durch interne Streitigkeiten, Betruges und entsprechender Gerichtsurteile in die Versenkung geratene rechte Kleinstpartei pro NRW für den vergangenen Sonntag eine rassistische und antimuslimische Demonstration an.

Köln wird erneut zur Abfall-Sammelstelle

Ein gefundenes Fressen war für die geistigen Brandstifter der durch den IS verübte Anschlag in Paris. Diesen benutzte pro NRW (in Gestalt des HoGeSa-Anmelders Dominik Roeseler) kurzerhand, um auf der gleichen Route wie die im Oktober verbotene HoGeSa-Demonstration eine rassistische Demonstration anzumelden. Und nachdem diese bestätigt wurde, wurde massiv mobilisiert – im HoGeSa-Spektrum. Bekannte Faschisten wie die Star-Sängerin Melanie Dittmer (im Link gibt’s was zu lachen) riefen auf. Dementsprechend ekelhaft war auch das am Sonntag in Köln auflaufende Publikum. Immerhin ein Gutes hatte der Tag: pro NRW hat endlich vor laufenden Kameras und überall gezeigt, wie verzweifelt sie irgendwelchen Einfluss suchen, und mit wem sie bereit sind, Bündnisse einzugehen. Noch nie hat pro NRW so offen in Köln als ganze Organisation mit dem militanten Nazi – und Hooligan-Spektrum zusammen gearbeitet.

Abfall marschiert in Köln ein

Abfall marschiert in Köln ein

Der gesamte HoGeSa-Abfall, der im Oktober nicht zu seiner Demonstration gekommen ist, und eher bedröppelt am Barmer Platz in Deutz rumstand, witterte seine Chance. Und bekam sie. Von der Kölner Stadtverwaltung und Polizei auf einem Silbertablett serviert. Und die antifaschistische Bewegung hat es leider nicht geschafft, das Silbertablett wegzureißen.

Mit Reiterstaffel und Maschinenpistolen

Natürlich muss sich die in erster Linie die antifaschistische Bewegung in Köln die Frage gefallen lassen, wieso sie im Oktober mit viel Aufwand und Energie den großen HoGeSa-Aufmarsch verhindert, um dann ziemlich genau einen Monat später einen kleinen Aufmarsch des Hooligan-Abfalls zuzulassen? Jeder Aufmarsch von Faschisten und Rassisten durch unsere Stadt ist ein Verlust für uns, nicht nur, wenn er sehr groß ist. Wir müssen uns die Frage stellen, wieso wir nicht die Organisiertheit und Entschlossenheit hatten, die Route dicht zu machen, und auch HoGeSa 3.0 zu verhindern. Und es beim nächsten Mal einfach besser machen.

Aber auch die Cops zeigten an dem Tag ein extrem aggressives Verhalten gegen alle, die sich nicht an die von ihnen aufgestellten beschissenen Spielregeln halten. Das Konzept war klar: HoGeSa bekommt seine Route, und Köln gegen Rechts und andere AntifaschistInnen dürfen sich in einem abgesperrten Viereck am Breslauer Platz über die Nazis beschweren. Das war natürlich vielen AntifaschistInnen zu wenig für den Tag. Direkte Aktion musste her. Also – versucht man kurzerhand mal die Route zu blockieren und die ein oder andere Kette von Cops zurück zu drängeln. Und plötzlich steht man wahlweise vor einer Reiterstaffel oder vor einem Cop mit Maschinenpistole. Was uns genauso wenig wie die Festnahmen und Verletzungen durch Schlagstöcke und Pfefferspray davon abhalten soll und darf, unseren Widerstand gegen den rechten Abfall auf die Straße zu tragen, und zwar so wie wir das wollen.

Deutlich mehr Leute bei der Gegenveranstaltung

Deutlich mehr Leute bei der Gegenveranstaltung

Alles in allem muss man den Tag leider als Verlust für uns bezeichnen. Die gesamte Route konnte von den Faschos gelaufen werden. Unsere Seite war zu unorganisiert, um dem effektiv etwas entgegen setzen zu können. Für uns bedeutet das aber nicht verzweifeln und in Selbstgeißelung verharren, sondern weiter machen und das nächste Mal: besser machen!

Trackback from your site.

Startups