WER WIR SIND & WAS WIR WOLLEN

Wir sind Sozialisten. Das heißt, dass wir den Kapitalismus und all seine Institutionen durch eine Revolution zerschlagen wollen, um eine klassenlose Gesellschaft aufzubauen. Wir als sozialistische Basisgruppe sind ein Teil dieses Kampfes.

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Gestern Abend wurde in Moabit klar gemacht: Hier ist kein Platz für Faschisten!

Written by Rote Aktion Berlin on . Posted in Antifaschismus, Antikapitalismus, Berlin

Woche für Woche gehen in Moabit Leute auf die Straße, die nicht hinnehmen wollen, dass Nazis durch Berlin und ihren Kiez marschieren. Auch gestern nahmen wieder über hundert Menschen an der Demonstration teil und versperrten BÄRGIDA mit ihrer angemeldeten Demonstrationsrouten einen der wichtigsten Wege nach Moabit. Die Demonstration vereinigte sich am Spreeufer mit etwa hundert weiteren AntifaschistInnen, die bereits am Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof den Rassisten ihren lautstarken Protest entgegengehalten hatten. Neben dieser antifaschistischen Demonstration wurde gestern auch eine Materialblockade errichtet.

In der Erklärung der AktivistInnen, die auf Indymedia zu finden ist, schreiben sie:

“Wenn es darum geht, dass Rassisten und Nazis ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten wollen, Flüchtlinge angreifen und Unterkünfte anzünden, können wir uns weder auf Polizei oder Gerichte verlassen, sondern müssen als Betroffene und als Antifaschist_innen selbst Wege finden, den Nazis den Weg zu versperren. Unsere Aktion war ein Symbol für diese Erkenntnis. Letztlich ist aber klar, dass nicht einzelne solcher Aktionen, sondern hunderte notwendig sein werden, um die Faschisten aus unseren Stadtvierteln zu halten. Aus diesem Grund verstehen wir unsere Aktion auch nicht als Gegensatz, sondern als Ergänzung zu den seit Wochen andauernden wöchentlichen antifaschistischen Gegendemonstrationen.”(https://linksunten.indymedia.org/de/node/148977)
Die brennende Blockade machte eine Kreuzung dicht, über die BÄRGIDA in der Vergangenheit schon marschiert ist und wo vor drei Wochen ein paar mutige Leute versucht hatten, die Nazis mit einer Sitzblockade zu stoppen. Dies sehen wir als klares Zeichen dafür, dass kein weiterer Versuch der Nazis durch Moabit zu marschieren, akzeptiert wird.
Gestern war es das 29. Mal (!), dass der Berliner PEGIDA-Ableger, bestehend aus Pro Deutschland, AfD, NPD, German Defence League etc, aufmarschieren konnte. Nachdem die Gegenproteste zwischenzeitlich wieder größer waren, sind sie mittlerweile wieder zusammengeschrumpft.

Wir als Rote Aktion Berlin begrüßen gerade deswegen die Aktion. Wir denken, dass sich organsierte Faschisten nicht in Luft auflösen, nur weil man sich nicht für sie interessiert. Wenn wir es zulassen, dass sich im Herzen Berlins Nazis festsetzen und ihnen der politische Spielraum gewährt wird wöchentlich zu hetzen und zu marschieren, ist das eine Niederlage für alle AntifaschistInnen.

Sehen wir uns die Orte und Stadtteile in Deutschland an, in denen Nazis sich ungestört ausbreiten konnten: Angriffe auf MigrantInnen, Andersdenkende und alle anderen die nicht in ihre faschistische (Rassen-)Ideologie passen. Neben zahlreichen Dörfern und Kleinstädten im Osten Deutschlands ist der Dortmunder Stadtteil Dorstfeld ein bekanntes Beispiel für die Nazistrategie der “national befreiten Zonen”. Das gilt es zu verhindern.

Die Bullen werden nicht für unseren Schutz sorgen – im Gegenteil. Was ihre Kollegen von den Geheimdiensten machen ist spätestens seit dem Auffliegen des NSU klar.

Mit Nazis fackelt man nicht lange. Es ist die Aufgabe von uns allen den Nazis entgegenzutreten. Ob mit Demonstrationen, Sitzblockaden, Materialblockaden oder anderen Aktionen. Wir müssen uns zusammentun und organisieren, um diese von Bullen eskortierte, wöchentlichen Aufmärsche endgültig zu stoppen.
Kein Kiez, keine Straße, kein Meter den Nazis!

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