WER WIR SIND & WAS WIR WOLLEN

Wir sind Sozialisten. Das heißt, dass wir den Kapitalismus und all seine Institutionen durch eine Revolution zerschlagen wollen, um eine klassenlose Gesellschaft aufzubauen. Wir als sozialistische Basisgruppe sind ein Teil dieses Kampfes.

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Frauen, die kämpfen, sind Frauen, die leben! Zum 8.März auf die Straße!

Written by Rote Aktion Koeln on . Posted in Frauenkampf, Internationale Solidarität

Wenn ich zurück komme, werde ich meine Genossen, mein Umfeld, mit dem Kampfgeist und der Willenskraft anstecken. Ich werde wie die schönsten Lieder sein und jeden in meinen Bann ziehen.“

ivanaDas sind einige Worte aus dem letzten bekannten Brief unserer Freundin und Genossin Ivana Hoffmann. Ivana war eine junge, kämpfende Frau, die ihr Leben in Deutschland hinter sich gelassen hat, und sich dem Freiheitskampf in Rojava (Syrien) gegen die faschistischen IS-Banden angeschlossen hat. Dort wurde sie beim Schutz eines Dorfes am 7.März 2015 vom IS ermordet.

Den Sinn des 8.März kennen wenige. Der 8.März ist der Tag, an dem es um uns Frauen geht. Der Tag an dem wir unseren Kampf nach dem Vorbild unzähliger kämpferischer Frauen wie Clara Zetkin und Rosa Luxemburg auf der Welt auf die Straßen tragen werden. Es ist internationaler Frauenkampftag!

Der 8.März gehört uns! Wir werden gesammelt auf die Straße gehen, um der Welt zu zeigen, was wir von der ganzen Scheiße halten, die uns tagtäglich begegnet. Die doppelte Arbeit, die wir mit (unsicheren und beschissen bezahlten) Jobs und Haushalt leisten müssen. Die Verantwortung für unsere Kinder, die oftmals allein auf unseren Schultern lastet. Die Scham über unseren eigenen „unperfekten“ Körper, die uns ständig eingetrichtert wird, damit wir diese ganzen unnötigen Diät- und Schönheitsprodukte kaufen. Wenn wir mal wieder wahlweise als „prüde“ oder „Schlampe“ bezeichnet werden, weil unser Sexleben den Wünschen irgendwelcher Männer nicht passt. Wenn wir mal wieder wie laufende Brüste behandelt werden. Wenn wir mal wieder ignoriert, gedemütigt, geschlagen, misshandelt und ausgelacht werden. Das passiert uns nicht allein. Das passiert uns auch nicht aus Zufall oder schlechtem Schicksal. Das passiert, weil wir Frauen sind, und Frauen sind in dieser Gesellschaft unterdrückt.

Wir können am 8.März dieser ganzen, systematischen Unterdrückung den Mittelfinger zeigen und uns an den kämpfenden Frauen dieser Welt ein Beispiel nehmen: an den kurdischer Frauen, die gegen den fundamentalistischen, gulabi_indienfrauenverachtenden IS und den türkischen Terrorstaat in den Kampf ziehen; an den Brigadistinnen im Spanischen Bürgerkrieg und den Partisaninnen im Kampf gegen den Hitler-Faschismus; an den erst kürzlich ermordeten kämpferischen Frauen wie Dilek Dogan; an den vielen tausenden, die in den vergangenen 100 Jahren für Frauenrechte gekämpft haben und dafür in den Knast gegangen sind, oder ermordet wurden; an den Frauen in Indien und der Türkei, die in pinken Saris und mit roten Knüppeln gegen ihre Unterdrücker kämpfen und Vergewaltiger verprügeln.

Gerade jetzt, nach den Silvester-Ereignissen in Köln und der rassistischen Debatte, die daraufhin folgte muss eins klar sein: wir haben keinen Bock, dass jetzt plötzlich alle, die sich vorher einen Dreck um Frauen geschert haben, ihre „Frauenrechtelei“ erkennen – nur um einen Grund zu haben, Migranten jagen zu können. Wir können uns selber verteidigen und bekämpfen rechte Hetze genauso wie den widerwärtigen Sexismus, der in der Regel mit ihr einhergeht . Das werden wir am 8.März zeigen!

Frauen, die kämpfen, sind Frauen, die leben!

Kommt zur Demonstration: 5.März; 12:00; Wiener Platz!

Danach werden wir gemeinsam hier in Köln ein Gedenkbild für Ivana Hoffmann einweihen.

 

8märz

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