WER WIR SIND & WAS WIR WOLLEN

Wir sind Sozialisten. Das heißt, dass wir den Kapitalismus und all seine Institutionen durch eine Revolution zerschlagen wollen, um eine klassenlose Gesellschaft aufzubauen. Wir als sozialistische Basisgruppe sind ein Teil dieses Kampfes.

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Delegation Grenzenloser Widerstand – dritte Erklärung

Written by Rote Aktion on . Posted in Antifaschismus, Antimilitarismus, Internationale Solidarität

Tag 2 der Delegation „Grenzenloser Widerstand“

Nach einer relativ ruhigen Nachtwache begann unser Tag kollektiv mit Frühstücken und Putzdienst. Wir konnten den Vormittag nutzen um Interviews und interessante Gespräche zu führen. Ein Interview führten wir mit einer Vertreterin der Sozialistischen Partei der Unterdrückten (ESP), das wir euch demnächst in voller Länge präsentieren werden.

Anschließend besuchten wir andere Wachpunkte teilten ihne unsere Solidarität und Unterstützung mit. Im Dorf Bethe befand sich eine größere Gruppe der Gewerkschaft KESK. In Dewşan beteiligten sich kurdische Künstler an den Wachaktionen. Hier wurden wir interviewt vom kurdischem Nachrichtenagentur DIHA. Egal wo wir waren konnten, wir das Bedürfnis verspüren sich mitzuteilen und an uns die Worte zu richten, die sie den Menschen in Deutschland mitteilen wollen. Abends fuhren wir zurück nach Qop, was in so kurzer Zeit schon ein Gefühl des nach Hause kommen in uns auslöste. Kurz nach Sonnenuntergang begannen schwere Angriffe des IS auf unsere Freunde in Kobane. Es schmerzte uns sehr nur zuschauen zu können. Unsere Gedanken sind bei den kämpfenden Freunden in Rojava.

Her Biji Kobanê

Rote Aktion
Young Struggle
SKB
AGIF

Tag 3 der Delegation „Grenzenloser Widerstand“

Am heutigen grenzenlos2Tag haben wir die Gelegenheit genutzt und viele der Dörfer an den Grenzen besucht. Nachdem wir uns im Dorf Qop eingelebt haben, welches 1 km von den von der IS besetzten Gebieten entfernt ist und an der Ostfront von Kobanê liegt, sind wir an die Westfront gefahren. Nach intensiven Gefechten in der Nacht, gingen diese mittags weiter. Im Dorf Boydê berichteten die Bewohner, dass nachts zuvor das türkische Militär die YPG angegriffen habe. An der Grenze entlang haben wir die aufgestellten türkischen Panzer mit Zielrichtung Rojava gesehen. Verteilt auf dem ganzen Gebiet lagen, wie überall, die abgeschossenen und abgelaufenen Gasgranaten der Polizei, welche bei den Demonstrationen aus nächster Nähe abgeschossen wurden.Am Grenztor Murşidpınar angelangt, konnten wir die Angriffe des IS aus nächster Nähe beobachten. Reporter in Kobanê berichteten, dass die Angriffe sehr schwer sind, aber die Moral ungebrochen. Medienreporter vor Ort berichteten von einem Aufzeichnungsverbot des Militärs. Am Grenztor versammelten sich viele Flüchtlinge, denen die Rückkehr verwehrt wird. Als wir vor Ort waren, wurden wir mit den Geflüchteten von türkischen Soldaten verscheucht. Jenseits der Grenze warteten dutzende Geflüchtete, denen es nicht erlaubt ist ihr Hab und Gut mitzunehmen. Im Anschluss haben wir verwundete Kämpfer im Krankenhaus von Suruç besucht, deren Zustand zwar ernst ist, die aber mit großer Zuversicht in die Zukunft geblickt haben. Am Wachposten Qop zurückgelangt, haben wir über die vielen türkeiweiten Aktionen diskutiert, nachdem im türkischen Parlament der Antrag für das Eingreifen in Syrien, bzw. die Besatzung Kobanês, zugestimmt wurde. Am 5. Oktober wird es auch hier eine große Demonstration geben.
Es lässt viel auf eine kritische Zeit schließen, deren Ablauf noch unvorhersehbar ist. Die kurdische Freiheitsbewegung ist jedoch auf alles vorbereitet, selbst auf einen möglichen, umfangreichen revolutionären Volkskrieg.
Morgen beginnt das Opferfest in der Region, welches für uns alle hier jedoch ein Tag der Trauer wird. Mit wütenden Blick Richtung IS beenden wir unseren Bericht für heute. Morgen werden die Vorsitzende der HDP, Figen Yüksekdağ, Vorsitzende der DBP und Frauenorganisationen die Wachposten besuchen.

Viele Grüße aus dem Kriegsgebiet

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