WER WIR SIND & WAS WIR WOLLEN

Wir sind Sozialisten. Das heißt, dass wir den Kapitalismus und all seine Institutionen durch eine Revolution zerschlagen wollen, um eine klassenlose Gesellschaft aufzubauen. Wir als sozialistische Basisgruppe sind ein Teil dieses Kampfes.

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Bärgida-Update // 9. November – erinnern heißt kämpfen!

Written by Rote Aktion Berlin on . Posted in Antifaschismus, Antikapitalismus, Antirepression, Berlin

Manche von euch fragen sich bestimmt, was mittlerweile aus BÄRGIDA geworden ist.
Nach wie vor treffen sie sich jede Woche am HBF, um dann irgendwo in Berlin zu demonstrieren. Und das während in den letzten Wochen auch noch Samstags AfD-Aufmärsche durch Berlin geprügelt wurden.

Auch letzten Montag war das wieder so. Nach dem sie sich mit Reichskriegsflaggen am Washingtonplatz zusammengerottet haben, wurden sie von der Berliner Polizei vom Alex durch den Prenzlauer Berg geführt.


Montag war der 9. November, der Tag der Reichspogromnacht. An diesem Tag gedenken wir den Menschen, die dem deutschen Faschismus in den Novemberpogromen 1938 zum Opfer fielen.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden über 1000 Synagogen im ganzen Deutschen Reich in Brand gesteckt und demoliert. Geschäfte wurden geplündert und Wohnungen zerstört. 91 Menschen wurden in dieser Nacht ermordet. In den darauf folgenden Tagen wurden 30.000 Jüdinnen und Juden verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen gebracht.

In Köln zogen beispielsweise organisierte Gruppen von einer Wohnung zur nächsten, zerstörten diese und warfen Einrichtungsgegenstände aus den Fenstern.
In Berlin wurden fast alle Synagogen niedergebrannt, jüdische Schulen und Gemeindehäuser zerstört. Viele jüdische Institutionen wurden geschlossen und deren Besitz konfisziert.

Entgegen der faschistischen Propaganda war dies keine Entladung des Zorns der Massen, sondern von langer Hand geplant. Die Pogrome dienten als Begründung um gegen die gesamte jüdische Bevölkerung vorzugehen und als Vorbereitung einer aggressiveren Expansionspolitik, die letztendlich den Krieg bedeutete.
Dieser Pogrom setzte die Verfolgung der Jüdinnen und Juden im deutschen Faschismus auf eine neue Stufe. Es war eine Vorbereitung und der Auftakt zum Holocaust.

Von der sogenannte Arisierung, also Beschlagnahmung jüdischen Besitz und Übergabe an nichtjüdische Bevölkerungsteile, profitierten insbesondere die deutschen Kapitalisten. So auch von der brutalen Ausbeutung durch Zwangsarbeit in den Konzentrationslagern.
Und auch die schon jahrelang andauernde Propaganda gegen die jüdische Bevölkerung und die rassistische Politik seit 1933, die vor allem zur Spaltung der Arbeiterklasse – in Deutsche und Jüdinnen/Juden, in „Werte“ und „Minderwertige“ – führte, diente der Bourgeoisie. Denn die Einbindung weiter Teile der Arbeiterklasse in die faschistische Massenbewegung, bedeutete für die kommunistische und revolutionäre Arbeiterbewegung vorerst das Ende und führte so zur Aufrechterhaltung des Klassengegensatzes.


An so einem Tag hat die Berliner Polizei kein Problem damit, eine NPD-Kundgebung am Brandenburger Tor zu schützen und den Faschisten und Rassisten von BÄRGIDA den Weg durch den Prenzlauer Berg frei zu machen. Seit längerer Zeit konnte die Route von BÄRGIDA diesen Montag wieder für kurze Zeit blockiert werden.
Natürlich haben die Bullen nicht lange gezögert und sind direkt mit aller Gewalt auf die Gruppe von Sitzenden los. Es geht ja schließlich um das Demonstrationsrecht von Faschisten am 9.11. …

Mit ihrer Aggressivität konnten die Bullen allerdings nicht verhindern, dass die AntifaschistInnen viel Solidarität aus der Bevölkerung bekamen und sich mit der Zeit immer mehr Menschen den Protesten gegen BÄRGIDA angeschlossen haben.

Die Demonstrationen der Faschisten und Rassisten der letzten Zeit in Berlin zeigen uns vor allem eins: Ob NPD, AfD oder BÄRGIDA – längst können sie sich ungehindert durch Berlin bewegen.

Der antifaschistische Kampf beginnt für uns nicht erst, wenn der Faschismus an der Macht ist. Wir wollen schon heute alles dafür tun, damit es nicht erneut zu Pogromen wie im November 1938 kommt. Das heißt, dass wir heute, in Zeiten in denen sich die Widersprüche im Kapitalismus zuspitzen, in der es zu rassistischen Massenbewegungen wie Pegida kommt, solche Bewegungen und alle faschistischen Parteien bekämpfen werden!
Das heißt, dass wir der rassistischen Hetze in Medien eine antifaschistische und klassenbewusste Haltung entgegen setzen und dass wir die zunehmende Polizeigewalt nicht einfach hinnehmen.
In Zeiten von HoGeSa und Pegida heißt das aber vor allem diese antifaschistische Haltung auch auf die Straße zu tragen und diese Rassisten-Aufmärsche zu stoppen!

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