WER WIR SIND & WAS WIR WOLLEN

Wir sind Sozialisten. Das heißt, dass wir den Kapitalismus und all seine Institutionen durch eine Revolution zerschlagen wollen, um eine klassenlose Gesellschaft aufzubauen. Wir als sozialistische Basisgruppe sind ein Teil dieses Kampfes.

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Wölfe, die heulen, beißen nicht.

Written by Rote Aktion Koeln on . Posted in Antifaschismus, Bundesweit, Internationale Solidarität

Zum letzten Samstag hatten türkische Faschisten und Nationalisten unter dem Namen „Initiative Friedensmarsch für die Türkei – AYTK (Europäische Neue Türken Komitee – Avrupa Yeni Türkler Komitesi)“ zu Demonstrationen in ganz Deutschland aufgerufen, unter anderem in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Frankfurt, Dortmund und auch Köln, als Zeichen der Unterstützung der Mörderpolitik Erdogans. 5000 Teilnehmende wurden allein für Köln angekündigt. Für die türkisch-kurdische Linke und uns hieß es: raus auf die Straße und Stress machen.

Wieso gerade jetzt?

In der Türkei / Kurdistan herrscht Bürgerkrieg. Die türkische Regierung greift seit Monaten das kämpfende kurdische Volk an, bombardiert und belagert Städte wie Cizre und Nusaybin, ermordet hunderte Kurdinnen und Kurden, übt gegen jegliche politische Opposition Repression aus – und bekommt Milliarden aus Europa, um die syrischen Flüchtlingsströme bloß von Kerneuropa fern zu halten!

Die Kämpfe in der Türkei und Kurdistan werden immer härter. In vielen kurdischen Städten formieren sich Selbstverteidigungskräfte des Volkes, welche den türkischen Militärs teilweise emfindlich schaden. Der schmutzige Krieg gegen alles, was nicht dem Ideal des „Erdogan-Kalifats“ entspricht, wird in den deutschen und europäischen Medien peinlich ausgespart. In diesem extrem angespannten Klima riefen bundesweit türkische Faschisten und Nationalisten zu angeblichen Friedensdemonstrationen gegen den „PKK-Terror“ auf, wobei sie eigentlich im Sinn haben, die großtürkische nationalistische Politik des Erdogan-Regimes hier in Deutschland zu unterstützen.

Migrantische und deutsche Linke vereint im antifaschistischen Kampf

kurdenBundesweit riefen die migrantische Linke und erfreulicherweise in vielen Städten auch die deutsche antifaschistische Bewegung zum Protest gegen die türkische faschistische Bewegung auf. Waren die „Grauen Wölfe“ bisher zu häufig eher unbeachtet gewesen von einer deutschen antifaschistischen Bewegung, gab es an diesem Samstag häufig einen Schulterschluss mit der migrantischen Linken, die zu vielen positiven Ergebnissen geführt hat, und auch öffentlich wahrgenommen wurde.

Wölfe, die heulen, beißen nicht.

Von den großspurig angekündigten 5000 Teilnehmern erschienen am Ende in Köln lediglich 400. In Berlin und anderen Städten wurden die Demos komplett abgesagt. Vielerorts wurden die Fascho-Aufmärsche gestört, angegriffen und gestresst. Ein Blockadeversuch in Köln gelang beinahe. Mindestens 20 Genossen und Hevals wurden festgenommen, jedoch im Laufe des Tages wieder raus gelassen. Die Cops zeigten auch am Samstag wieder, dass sie für die faschistische Bewegung bei Fuß laufen und diese ermöglichen. Am Ende des Tages wurde auf der Keupstraße ein Bozkurt-Anhänger angegriffen, der im Anschluss aufgrund eines offenen Haftbefehls komplett einkassiert wurde. Auch in anderen Städten wie Stuttgart und Hamburg gab es Auseinandersetzungen.

kurden2Bereits am Abend wird klar: auch wenn viele der Demonstrationen stattfanden, war der Tag kein Erfolg für die türkische faschistische Bewegung. Auf facebook und anderen sozialen Medien konnten relativ bald Bilder von angegriffenen Demos und kämpferischen Antifaschisten bewundert werden, genauso wie Beleidigungen der Türken untereinander, dass sie so verkackt haben.

Nichtsdestotrotz müssen wir bedenken: hier laufen an einem Samstag bundesweit vielleicht einige tausend Anhänger der AKP-Regierung wie Ottos durch die Gegend. Was sie da abfeiern sind jedoch real passierende Massaker und Genozide. Wofür sie stehen ist ein Terror-Regime, mit dem die deutsche Regierung in der Flüchtlingsfrage kooperiert, und außerdem einer der wichtigsten Waffenlieferanten ist. Der Kampf gegen die türkischen Faschisten bedeutet letztlich also, ebenso wie wenn wir über deutsche Faschisten reden, nicht nur einmal auf die Straße zu gehen und ihre Demonstrationen oder was auch immer zu stören. Letztlich ist es die imperialistische Politik, die diese Bewegung aufbaut, ermöglicht und fördert. Kampf dem Faschismus heißt Kampf dem Kapital – überall!

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